Landesgartenschau in Kirchheim

Offen seit dem 15. Mai 2024, begeistert sie täglich viele Besucher aus nah und fern.
In Bildern gibt es hier einige Impressionen zu sehen, wo es viel zu entdecken gibt.
Fotos by Franz-Josef Seidl / FJSmedia

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Eröffnung der Landesgartenschau in Kirchheim, 15.05.2024

Vor 400 geladenen Gästen im neuen Bürgersaal eröffnete Bürgermeister Stephan Keck die LGS24 in Kirchheim. Danach gratulierte auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Gemeinde zu der „wirklich tollen Vorstellung – im Vorgarten vom Rathaus liegt quasi die Landesgartenschau“, sagte er bei der Eröffnung. Auf über 100.000 Quadratmetern wurde für eine Gesamtinvestition von 21 Millionen Euro aus dem Brachland zwischen Kirchheim und Heimstetten ein verbindendes Element mit einem großen Ortspark als Zentrum. Eine Entwicklung, die auch bei anderen bekannte Gefühle weckte: „Angela Keck, Ehefrau des Bürgermeisters, sagte mir auf dem Weg zum Bürgersaal: Das sei fast wie der Weg zum Standesamt“, verriet Altbürgermeister Maximilian Böltl (CSU). „Genau so empfinde ich es auch. Das ist heute die endgültige Vermählung nach 40 Jahren des zum Teil erbitterten Streits, wie die beiden Ortsteile Kirchheim und Heimstetten zusammenwachsen könnten.“
Er habe die Idee einer Landesgartenschau (LGS) schon ein Jahr, bevor er Bürgermeister wurde, gehabt, nach einem Besuch der Schau in Tirschenreuth. „Vor allem habe ich gesehen, wie die Gemeinde von so einer Veranstaltung profitieren kann. Genau das schwebte mir für Kirchheim vor – und heute hat es sich erfüllt“, sagte Böltl. Nicht wenige hätten ihn und seinen Nachfolger Stephan Keck (SPD) am Anfang ausgelacht – „doch der Stephan stand von Anfang an neben mir, daraus hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt.“
Keck selbst erzählte, wie er von der Bundesgartenschau 1983 in München so begeistert gewesen sei, dass er Gartenbauer wurde – „und ich habe es nie bereut! Jetzt sehe ich, wie auf zehn Hektar die beiden Gemeindeteile zusammenwachsen mit Bäumen, Wasser, Spielplätzen, Blumen, Park und Gastronomie. Mein großer Dank gilt auch der Staatsregierung für die finanzielle Unterstützung.“
Ministerpräsident Söder war sichtlich beeindruckt von dem, was da mit dem bayerischen Geld in Kirchheim entstanden ist. „Nicht nur, dass wir hier eine LGS der Superlative haben, so schön ist es. Wir haben auch ein Rathaus, in das die Staatskanzlei drei Mal hineinpasst, da wurde offensichtlich sehr gut gewirtschaftet. Wir haben hier auch ein Blütenmeer, eine grüne Oase, einen unglaublichen Artenreichtum“, sagte Söder. Zudem sei dies trotz aller Zuschüsse durch die Staatsregierung die erste LGS, „für die wir nie mehr etwas bezahlen müssen, denn bei der Ausbildung des Bürgermeisters macht der alle Reparaturen und Wartungen selbst“, sagte Söder in Anspielung auf Kecks Werdegang. Er dankte für das schöne Wetter zur Eröffnung. „Als ich vor einem Jahr die Schirmherrschaft für die LGS übernahm, da war das bei Dauerregen eine Mordssauerei.“
Nach musikalischen Einlagen der Band „Mia San’s“ aus Kirchheim und einem Image-Film, der die vier Jahre lange die Entstehung der LGS zeigte, beglückwünschte auch Umweltminister Glauber die Gemeinde. „Zwei Bürgermeister, der eine Altbürgermeister, der andere neu im Amt, die sich so einig sind – das muss ja gut gehen. Auf zehn Hektar die Verbindung der beiden Ortsteile mit 90 Ausstellern und 3500 Veranstaltungen, damit wird Kirchheim für die nächsten Monate zum Zentrum und Herz Bayerns, was den Gartenbau angeht“, sagte Glauber. Er dankte speziell den beiden Geschäftsführern der Kirchheim 2024 GmbH, Maximilian Heyland und Johannes Pinzel, als Organisatorin der Landesgartenschau. „Die beiden zogen die Fäden und hatten vier Jahre lang alles in den Händen, Hunderte Lieferanten, Firmen. Arbeiter – das musste ja organisiert werden“, lobte Glauber.(
Während drüben im Bürgersaal noch Reden gehalten wurden, schlenderten schon die ersten Besucher über das Gelände. Um 10 Uhr hatten die Kassen geöffnet, und schon da bildeten sich lange Besucherschlangen. Von der Kasse im Norden zog es viele zuerst auf den Aussichtshügel der „Park-Kanzel“. Wobei hohe Bäume die Sicht etwas einschränkten. Also, abgebogen in den Norden zur „Sphäre Garten“ mit den 45 Bürgergärten und dem „Holy Garden“, den Kardinal Reinhard Marx und der evangelischen Landesbischof Christian Kopp gesegnet haben. Oder lieber nach Süden: Vorbei am halbfertigen Rathaus durch die Sphäre Wildnis weiter am neuen See entlang und der „Sphäre Wasser“ mit einem Abstecher zum Sonnentreff und der Parkoase. Quer durch den riesigen Spielplatz „Keltenwelten“ in der „Sphäre Wald“ und dann im Süden in die „Sphäre Wiese“, umgeben von unzähligen Blühflächen: gelb, rosa, violett. Einfach krachend bunt. Text: Münchner Merkur)

Fotos by Franz-Josef Seidl / FJSmedia