Hochdeutschland

NACH DEM ROMAN VON ALEXANDER SCHIMMELBUSCH

INSZENIERUNG: KEVIN BARZ

SCHAUSPIEL / Premiere 24.05.2019

Protestbewegungen finden meistens auf der Straße statt. Organisiert wird sich im Internet, aber was am Ende zählt, ist die Sichtbarkeit auf der Straße. Verfolgt man die aktuelle Nachrichtenlage, stellt sich rasch die Frage: Protestiert bald halb Europa? Seien es die Schüler*innen, die sich europaweit unter dem Motto #fridaysforfuture versammeln, um gegen den Klimawandel und eine lasche Umweltpolitik zu protestieren oder die Proteste der gilet jaunes in Frankreich, eine Bewegung, die die altbekannten politischen Grenzziehungen verwischt hat und Bürger*innen unterschiedlichster Haltungen vereint. Die Proteste gehen in großen Teilen von Menschen aus, die nicht von dem herrschenden System profitieren, denen im wortwörtlichen Sinn ihre Zukunft genommen wird. Aber wie sieht es bei denen aus, die auf der anderen Seite stehen, diejenigen, die den Kapitalismus am Laufen halten, denjenigen, die profitieren? Der Protagonist des Romans, der Investmentbanker Victor, ist genau so jemand. Er hat alles und ist doch nicht glücklich. Victor beschließt zu handeln. Er gründet eine populistische Bewegung und sucht seine private Erlösung im politischen Protest. Kann sich das System von innen selbst zerstören? Wie weit ist die Elite in Deutschland von der Realität entfernt? Deutschland 2019: Braucht es einen Neuanfang?

MIT 

Zeynep BozbayAbdoul Kader TraoréJannik MioduckiJulia Windischbauer

AM FLÜGEL

Sachiko Hara 

INSZENIERUNG 

Kevin Barz

BÜHNE 

Manuel La Casta

KOSTÜME 

Veronica Silva Klug

SOUNDDESIGN 

Martin Sraier-Krügermann 

LICHT 

Christian Schweig 

DRAMATURGIE 

Valerie Göhring

Foto by: Claudia Topel