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Judith

Premiere: Samstag 01. Februar 2020

Alle früheren Frauen von Herzog Blaubart sind verschwunden – und dennoch folgt ihm erneut eine junge Frau auf seine Burg. Für die Bayerische Staatsoper setzt die britische Regisseurin Katie Mitchell Bartóks einzige Oper Herzog Blaubarts Burg in einer spektakulären Neudeutung in Szene. Sie stellt der Oper Bartóks Konzert für Orchester voran und erzählt währenddessen in einem eigens dafür gedrehten Film die Vorgeschichte der Protagonisten. Beide Werke verbinden sich so zu einer Geschichte. Der Fokus liegt in ihrer Deutung auf der Protagonistin Judith, die dem Abend auch den Titel gibt. Oksana Lyniv dirigiert das Bayerische Staatsorchester, es singen Nina Stemme und John Lundgren.

Über drei Jahrzehnte liegen zwischen Bartóks beiden Werken, aus denen sich die Neuproduktion zu Judith zusammensetzt – der Operneinakter Herzog Blaubarts Burg entstand 1911 in Ungarn, das Konzert für Orchester 1943 im US-amerikanischen Exil. Dennoch finden sich in Bartóks spätem Orchesterwerk Elemente seiner ersten und einzigen Oper wieder. Dirigentin Oksana Lyniv, ehemals musikalische Assistentin von Generalmusikdirektor Kirill Petrenko, sieht eine starke musikalische Verbindung zwischen beiden Stücken, die das Konzert für Orchester zu einer „dramatisch perfekten Einstimmung“ auf die darauffolgende Oper macht.

Die britische Regisseurin Katie Mitchell kehrt nach George Benjamins Written on Skin (2013) an die Bayerische Staatsoper zurück und erarbeitet eine radikale Relektüre des Blaubart-Stoffes.

Musikalische Leitung Oksana Lyniv
Inszenierung Katie Mitchell
Bühne Alex Eales
Kostüme Sussie Juhlin-Wallen
Filmregisseur Grant Gee
Videodesign Ellie Thompson
Licht James Farncombe
Dramaturgie Nikolaus Stenitzer
Herzog Blaubart John Lundgren
Judith Nina Stemme

  • Bayerisches Staatsorchester

Fotos by Franz-Josef Seidl für FJSmedia

Fotos bei Regine Heiland